
Das Zuse-Institut Berlin heißt die Teilnehmer des Sommerprogramms 2026 „Graduate-Level Research in Industrial Projects for Students“ (G-RIPS) herzlich willkommen. Von Juni bis August arbeiten Teams internationaler Studierender aus den USA und Europa an interdisziplinären Forschungsprojekten, die mathematische und computergestützte Methoden mit praktischen Herausforderungen aus Industrie und angewandter Wissenschaft verbinden.
Das Programm wird vom ZIB in Zusammenarbeit mit dem Institute for Pure and Applied Mathematics (IPAM) an der UCLA (USA) organisiert und ist in den Forschungscampus MODAL am ZIB eingebettet. Es bietet eine intensive Forschungserfahrung an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung, fortgeschrittenem wissenschaftlichem Rechnen und anwendungsorientierter Problemlösung.
Die drei Projekte für 2026 befassen sich mit aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Energiespeicherung, biomedizinische Bildanalyse und Medizintechnik:
- Grüne Energiespeicherung und Reaktoroptimierung: Identifizierung und Optimierung der Chlorid-Speicherung aus Ökostrom mit Schwerpunkt auf Simulation, Parameteridentifizierung und optimaler Regelung für chemische Reaktorsysteme. Das Projekt untersucht, wie mathematische Modellierung und numerische Optimierung zu effizienteren Speicherkonzepten für schwankende erneuerbare Energien beitragen können.
- Fundamentmodelle für die Kryo-Elektronentomographie: Aufgabenspezifische Fundamentmodelle für die Kryo-Elektronentomographie, Entwicklung von Deep-Learning-Methoden für die Partikelauswahl, Membransegmentierung und
Domänenanpassung bei der Analyse von Kryo-ET-Daten. Das Projekt zielt darauf ab, Fundamentmodell-Ansätze an spezifische Schritte der biologischen Bildanalyse anzupassen und ihre Robustheit sowohl bei synthetischen als auch bei experimentellen Daten zu verbessern. - Geometrische Modellierung für die Registrierung medizinischer Bilder: Mathematische Modelle der Verformung und Artikulation bei der Modell-zu-Bild-Registrierung, Untersuchung der verformbaren 2D-3D-geometrischen Registrierung für die orthopädische Analyse. Das Projekt untersucht, wie geometrische Modellierung und beschränkte Optimierung die Interpretation patientenspezifischer anatomischer Strukturen aus klinischen Bilddaten unterstützen können.
Im Rahmen des Programms wenden die Teilnehmer fortgeschrittene mathematische und rechnergestützte Methoden auf anspruchsvolle Probleme aus der Praxis an. Das Programm fördert die internationale Zusammenarbeit, bringt Studierende mit akademischen Mentoren und Anwendungspartnern zusammen und bietet eine Plattform für die Entwicklung von Forschungsideen mit praktischer Relevanz.
Wir freuen uns auf die Ergebnisse und Erkenntnisse, die aus den diesjährigen Projekten hervorgehen werden, und darauf, eine weitere Gruppe talentierter junger Forscher am ZIB willkommen zu heißen.





