
Vom 15. bis 26. Juni 2026 war der Forschungscampus MODAL am Zuse-Institut Berlin (ZIB) Gastgeber des hybriden PEREGRINE PIPS-IPM++-Hackathons. Als Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten (03EI1082A-B) PEREGRINE-Projekts brachte die zweiwöchige Veranstaltung Optimierungsexperten und Entwickler zusammen, um das Ökosystem des parallelen Open-Source-Innerpunkt-Lösers PIPS-IPM++ zu erweitern.
Das zentrale Ziel des Hackathons war es, die Zugänglichkeit von PIPS-IPM++ über die bestehende GAMS-Implementierung hinaus zu verbessern. Die Teilnehmer standen vor der Herausforderung, neue Schnittstellen zu entwickeln, die es der globalen Modellierungsgemeinschaft ermöglichen, die Skalierbarkeit des parallelen Hochleistungsrechnens (HPC) für umfangreiche lineare Programmierprobleme (LP) zu nutzen.
Im Verlauf des Hackathons erkundeten die Teams äußerst vielfältige Ansätze – von Julia-Integrationen bis hin zu gängigen Python-Frameworks –, wobei die Jury das gesamte Podium mit innovativen Lösungen besetzte:
- Der 1. Platz ging an Marjorie Lapointe, die eine generische C-Schnittstelle für PIPS-IPM++ sowie eine JuMP-Integration implementierte und damit eine praktische Brücke für Julia-basierte Modelle schuf, um die parallele Skalierbarkeit zu nutzen.
- Der 2. Platz wurde an Enrico Calandrini (Universität Pisa) für seine nahtlose Integration des Solvers in das nativ blockstrukturierte SMS++-Framework vergeben.
- Den 3. Platz teilten sich Tobias Reiter (ZIB), der eine Python-freundliche Pipeline in Verbindung mit pyomo aufbaute, und Katie He, die das pipspy-Paket sowie eine spezielle PyPSA-Brücke entwickelte, um native Netzwerk-Zeitscheibeninformationen direkt zu nutzen.
Die Ergebnisse dieses Hackathons stellen einen wesentlichen Fortschritt für die Open-Source-Analyse von Energiesystemen dar. Durch die Bereitstellung einer Vielzahl neuer Ansatzpunkte für die parallele Optimierung werden diese neu entwickelten Tools maßgeblich dazu beitragen, wie Forscher schnellere Lösungen für die komplexe globale Energieinfrastrukturplanung berechnen.
Die Organisatoren bedanken sich bei allen Teilnehmern, den Projektpartnern und dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) für die Bereitstellung der Recheninfrastruktur, die diese Veranstaltung zu einem durchschlagenden Erfolg gemacht hat.





